Donnerstag, 26. September 2013

Silikomart Pralinenförmchen

Guten Morgen, ihr Lieben!

Heute möchte ich euch mal kein Rezept vorstellen, sondern kleine Pralinenförmchen von Silikomart. Ihr habt bestimmt schon mal von dieser Firma gehört. Sie stellen Silikon-Backformen, Ausstecher, Pralinenförmchen etc. her. Eben alles was man für's Backen benötigt oder benötigen könnte. Was ich total klasse finde: sie produzieren in Italien. Ich halte es für absolut unnötig, Produkte einmal rund um die Welt zu fliegen. Dann wurden sie zwar billig in Bangladesh oder sonst wo hergestellt, dafür mussten die Menschen unter unschönen Arbeitsbedingungen arbeiten und das Produkt durch die ganze Welt transportiert werden. Ist das denn notwendig, in Zeiten, wo wir vom Klimawandel und dessen Ursachen wissen? Wenn möglich und soweit es in mein Studentenbudget passt, versuche ich immer, Produkte aus der Region zu kaufen.


Die Silikonförmchen sind passend zum Thema Frühstück: es gibt kleine Kuchenstücke, Espressokännchen, Croissants, Donuts, Marmeladegläschen und Butterstücke.
Entsprechend habe ich verschiedene geschmolzene Schokoladen reingefüllt. Zum Beispiel: weiße Schokolade mit Erdbeerfruchtpulver für das Kuchenstück. Weiße Schokolade mit Instant-Espressopulver für das Kännchen. Himbeerschokolade in die Marmeladegläschen. Weiße Schokolade in die Croissant und Fair Trade Orangenschokolade mit bunten Streuseln in die Donuts.
Die Orangenschokolade von Gepa kann ich übrigens nur empfehlen. Soooo lecker!! Ihr findet sie hierHier noch eines meiner absoluten Lieblingsprodukte: Schoko-Paranüsse. Sie haben auch total leckere Riegel, für Erwachsene mit Kaffee etc. und für Kinder auch spezielle.



Wie ihr sehen könnt, sind meine Pralinchen nicht perfekt. Das liegt aber nicht an den Form, sondern daran, dass ich nicht durch Rütteln dafür gesorgt habe, Luftbläschen zu entfernen. Hmmm, beim nächsten Mal ;)
Ich habe meine Pralinen verschenkt, kann mir aber auch vorstellen, dass sie sich super in einer Vesperbox für die Schule eignen oder zum Nachmittagskaffee statt einem Stück Kuchen.
Ich finde, dass sich die Pralinen suuper aus der Form lösen ließen und auch ansonsten viel hermachen. Die Preise für die Silikomart-Produkte finde ich auch gut, vor allem vor dem Hintergrund, dass sie in Europa produzieren.
Vielen Dank an dieser Stelle an Silikomart für die zur Verfügung gestellten Formen.

Wie seht ihr das? Setzt ihr viel auf Silikonformen? Achtet ihr auf Produkte aus Europa, der Region, soweit möglich?

Liebe Grüße,
Wiebke

Mittwoch, 25. September 2013

Gedeckter Mirabellenkuchen

Als ich letztens auf dem Wochenmarkt wunderschöne gelbe Mirabellen entdeckte, konnte ich nicht einfach an ihnen vorbeilaufen und habe mir etwas mehr als ein halbes Kilo mitgenommen. Das "etwas mehr" habe ich gleich so vernascht, das halbe Kilo habe ich für einen Kuchen aufgehoben.


Das halbe Kilo reicht für einen kleinen Kuchen mit 20 cm Durchmesser (ergibt 6 Stücke). Die Mirabellen konnte ich ganz einfach mit einem Kirschentsteiner (Erbstück meiner Großmutter) entkernen.

Für den Teig:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Eigelb

Für die Füllung:

  • 0,5 kg Mirabellen
  • 1 Ei
  • 100 ml Sahne
  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 1 EL Grieß
  • 2 EL Zucker

Die Zutaten für den Teig glatt kneten, etwas mehr als die Hälfte auf einem Backpapier rund ausrollen und so in die Form legen, dass ein 3 cm hoher Rand entsteht. Die entsteinten Mirabellen auf dem Teig verteilen. Sahne mit Ei, Mandeln, Grieß und Zucker verrühren. Auf die Mirabellen gießen. Nun den restlichen Teig zu einem 20 cm großen Kreis ausrollen und auf die Mirabellen legen. Den Rand des Kreises mit dem schon in der Form liegenden Teig zusammendrücken. Kleine Löcher in die Oberfläche stechen.
Bei 170°C Umluft ca. 40 Minuten goldgelb backen. Sollte der Kuchen davor schon zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken.


Viel Spaß beim Nachbacken!

Süße Grüße,
Wiebke

Freitag, 20. September 2013

Zwetschgen-Tiramisu, oder: Was machen mit kaputten Macarons?

Das ist euch bestimmt auch schon mal passiert: ein fehlgeschlagener Macarons-Backversuch. Tja, so ging es mir letztens auch. So ein Mist! Dabei gelingen sie mir doch sonst so gut... Wegschmeißen kommt aber nicht in Frage, denn erstens macht man das mit Lebensmitteln nicht (ja!!! auch Süßigkeiten sind Lebensmittel. Zumindest in meinem Universum) und zweitens kann man damit einen ganz tollen Nachtisch zaubern.
Ein Tiramisu für 4 Personen!


Dafür braucht ihr die Schalen von kaputten Macarons, und zwar die Menge in diesem Rezept.

Außerdem:
  • 300 g Zwetschgen, 2 EL Zucker, 1 TL Zimt, 4 EL Wasser
  • 300 g Sahne
  • 300 g Quark
  • 2x Vanillezucker
  • evtl. Kakaopulver zum Bestäuben

Die Zwetschgen entsteinen und halbieren. Mit dem Zucker, Zimt und Wasser aufkochen, bis sie weich sind, dann abkühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen, den Quark und den Vanillezucker glatt rühren. Dann vorsichtig die Sahne unterheben.
Nun wird geschichtet: Den Boden einer Schüssel mit Macarons belegen, diese mit Zwetschgensirup beträufeln. Darauf kommt die Hälfte des Sahnequarks. Nun wieder eine Schicht Macarons, darauf die gesamten Zwetschgen. Mit dem restlichen Sahnequark abschließen.
Wer mag, kann den Nachtisch mit Kakaopulver bestäuben.
Ich weiß, es handelt sich nicht um ein klassisches Tiramisu mit Mascarpone. Dafür ist dieses leichter und kalorienärmer. Und wer hat schon immer Mascarpone im Haus?!
Es lässt sich natürlich je nach Saison abwandeln: ob Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren (gerne auch TK) oder welche eurer Lieblingsfrüchte auch immer, es schmeckt lecker!! 
Ich hoffe, euch gefällt meine Idee.

Und weil es so schön passt, reiche ich dieses Rezept bei Küchenplausch ein. Schaut mal vorbei!



Liebe Grüße,
Wiebke

Mittwoch, 18. September 2013

Selenitas Cupcakes

Heute möchte ich euch ganz besondere Cupcakes vorstellen, die mich an meine Zeit in Bolivien erinnern. Die wenigsten von euch werden wahrscheinlich "Selenitas" kennen. Das sind Paranüsse mit Schokolade überzogen, beziehungsweise die Marke, die diese Schokonüsse herstellen, heißt so. In Riberalta, wo ich im letzten halben Jahr war, werden die Paranüsse aus dem Urwald weiterverarbeitet und befinden sich die größten Paranussfirmen der Welt. Wenn ihr beim Aldi Paranüsse kauft, sind diese aus Riberalta, Bolivien.
Ich habe mir eine Dose dieser Schokonüsse mitgebracht und nun damit ein paar leckere Cupcakes gezaubert.



Für 12 Stück braucht ihr:

  • 150 g weiche Butter
  • 130 g brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 130 g Mehl, 20 g Kakao
  • 1 TL Backpulver
  • 50 ml Milch
  • 70 g gehackte Schoko-Paranüsse

  • 200 g weiche Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 150 g Frischkäse
  • 12 gehackte Schoko-Paranüsse

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, dann nach und nach die Eier hinzufügen. Mehl, Kakao und Backpulver mischen. Das Mehlgemisch mit der Milch zur Eier-Butter hinzufügen. Nun die gehackten Nüsse unterheben.
Die Masse in ein mit Förmchen ausgelegtes Muffinblech füllen und bei 180°C Umluft 20 Minuten backen. 
Für das Topping die Butter mit dem Puderzucker aufschlagen, dann löffelweise den Frischkäse hinzufügen. Das Frosting in einen Spritzbeutel füllen, eventuell vor dem Aufspritzen noch Kühlen. Mit gehackten Nüssen dekorieren.


Hier findet ihr fairgehandelte Paranüsse, leider nicht mit Schokolade überzogen. Das habe ich aber schon mal in einem fairtrade Laden gesehen. Wem das zu teuer ist, kann Paranüsse auch bei Aldi kaufen und selbst mit Schokolade überziehen. Oder auch einfach andere Nüsse verwenden.
Tja, ihr seht, bei mir ist der Herbst eingezogen, die Sommerfrüchte sind ausgezogen :(

Liebe Grüße,
Wiebke

Dienstag, 17. September 2013

Schokomousse-Torte mit Himbeerkern

Schon vor über einer Woche habe ich auf Facebook ein Foto gepostet, nämlich dieses:


Das ist ein kleines Törtchen mit Macaron-Boden, Himbeerkern und einer leckeren Schokomousse. Wer gerne Schokolade isst, wird begeistert sein!!!
Das Rezept habe ich schon vor Ewigkeiten entdeckt, aber wie das leider so ist: meine To-Bake-Liste wird einfach nicht kürzer, sondern immer länger und deshalb hat es ziemlich lange gedauert, bis ich endlich diese Torte nachgebackt habe.
Hier findet ihr das Rezept und ein kleines Video dazu, das alles Schritt für Schritt erklärt. Eigentlich ist die Torte nicht schwer zu backen, es dauert nur alles recht lange.
Mein Tipp: Für die Macarons nur die Hälfte der angegebenen Menge machen. Ich hatte dann noch Masse für 30 weitere übrig. Die Rezeptur ist aber sehr gut, die Macarons bekommen ein Füßchen und die Haut reißt nicht auf. Außerdem bei der Schokoglasur die Gelatine weglassen, ist auch nicht notwendig sie am Tag zuvor zu machen, denn wenn sie zu lange abkühlt, wird sie so fest, sodass man sie vor dem Auftragen noch mal erwärmen muss. Die Gelatine der Schokoglasur stattdessen zusätzlich für die Schokomousse verwenden. Mindestens jedoch ein halbes Blatt mehr dafür.
Bestimmt schmeckt die Mousse auch mit dunkler Schokolade klasse. Die Kombination aus Himbeeren und zartbitterer Schokolade finde ich persönlich noch besser als mit Vollmilchschokolade, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Ich gebe zu: diese Torte ist wirklich mächtig und man braucht danach erstmal einen Verdauungsschnaps, denn man isst ja nicht nur ein kleines Stück... ;) Aber diese Sünde ist es wert, das kann ich euch versprechen!

Schönen Abend,
Wiebke

Dienstag, 10. September 2013

Blaubeer-Joghurt-Törtchen

Ich gebe zu, so langsam zieht auch in meiner Küche der Herbst ein: Zwetschgen, Äpfel und Birnen nehmen im Obstkorb Platz und verdrängen meine geliebten Sommerfrüchte. Bevor ich euch aber die ersten Herbst-Rezepte vorstelle, kommen noch zwei sommerliche süße Sachen, die man im Winter auch mit Tiefkühl-Früchten nachbacken kann.


Für 6 Tartelette-Förmchen mit 10 cm Durchmesser:

  • 150 g Mürbteig
  • 200 g Joghurt
  • 200 g Sahne
  • 2 Blatt Gelatine
  • 40 g Puderzucker
  • 180 g Beeren

Den Mürbteig in die Förmchen drücken und bei 170°C Umluft ca. 10 Minuten backen.
Die Sahne steif schlagen, zur Seite stellen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. ausdrücken und anschließend mit einem Esslöffel Joghurt erwärmen und verrühren, bis sich die Gelatine darin aufgelöst hat. Die Gelatine in den restlichen Joghurt rühren, ebenso den Puderzucker hinzufügen. Sobald der Joghurt zu gelieren beginnt, vorsichtig die Sahne unterheben. 
Die Joghurt-Sahne-Masse auf den ausgekühlten Tartelette-Böden verteilen und mit den Beeren belegen.
Wer mag und hat, kann die Törtchen noch mit Zitronenmelisse dekorieren. Sieht schön aus und hat einen angenehmen Duft, finde ich.


Wer hat schon den Herbst hereingelassen und wer bekämpft ihn noch erfolgreich? Oder freut ihr euch total darauf und kann gar nicht genug Zwetschgen-Datschi bekommen?

Liebe Grüße,
Wiebke

Freitag, 6. September 2013

Blaubeer-Käse-Sahne-Torte

Vor wenigen Tagen habe ich auf Facebook um einen Tip gebeten, was ich mit meinen Blaubeeren backen könnte. Maria von Erst mal was essen hat mir dieses Rezept empfohlen. Das klingt ziemlich lecker und ist von der Füllung her auch meiner Käse-Sahne-Torte nah. Also entschied ich mich, meiner Mutter eine Freude zu machen mit einer Käse-Sahne-Torte (ihre absolute Lieblingstorte), die Marias Torte ähnlich ist, allerdings mit einem Mürbteigboden, denn von Krümelboden mit ich nicht so begeistert, um ehrlich zu sein.


Für eine kleine Torte mit 20 cm Durchmesser:

  • 100 g Mehl, 50 g Butter
  • 30 g Zucker, 1 Eigelb

  • 5 Blatt Gelatine
  • 2 EL Milch, 2 Eigelbe
  • 50 g Puderzucker
  • je 250 g Quark und Sahne
  • 1 EL Zitronensaft
  • 200 g Blaubeeren

Aus Mehl, Butter, Zucker und Eigelb einen Mürbteig kneten. Auf ein Backpapier einen Kreis mit 20 cm Durchmesser zeichnen. Den Teig darauf ausrollen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft 8-10 Minuten backen.
Von den Blaubeeren acht besonders schöne zur Seite legen. Die restlichen pürieren, anschließend durch ein feines Sieb streichen. 
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eigelbe mit Puderzucker verrühren, Milch erhitzen, die Gelatine darin auflösen. Puderzucker mit Eigelb schaumig schlagen, Quark, Zitronensaft und Blaubeerpüree dazu rühren. Die Gelatine dazugeben und kräftig verrühren. Nun noch die Sahne steif schlagen, davon 2 EL zur Seite tun. Den Rest vorsichtig unter die Quarkmasse heben. 
Nun den Boden auf einer Tortenplatte platzieren und mit einem Tortenring umschließen. Die Käsemasse daraufgeben und im Kühlschrank kaltstellen. 
Nach ca. 2h müsste die Torte anschnittfest sein. Mit einem Messer den Tortenring lösen. Mit der vorher zurückgelegten Sahne die Torte in acht oder sechs Stücke einteilen und mit den Blaubeeren garnieren.


Hier findet ihr das Rezept zur ganz normal Käse-Sahne-Torte. Diese lässt sich, wie hier, nach Lust und Laune variieren mit Fruchtpüree. Dann muss allerdings die Gelatinemenge angepasst werden, sonst gibt es eine riesen Enttäuschung. Glaubt mir, bei meinen ersten Backversuchen vor vielen Jahren sind mir solche Unglücke noch passiert. Meine Freundinnen lachen heute noch darüber...

Schönes Wochenende!
Wiebke

Donnerstag, 5. September 2013

Zwetschgen-Käsekuchen

Im letzten Post habe ich euch ja bereits von meinem aktuellen Wahn nach Milchprodukten erzählt. Deshalb gibt es bei uns gerade viel Käsekuchen, Sahnetorte und Joghurttörtchen.
Heute ein ganz einfacher, schneller, sehr leckerer Zwetschgen-Käsekuchen.


Als Vorlage diente mir das Rezept der Pflaumen-Schmand-Tarte aus der aktuellen Sweet Dreams. Allerdings bin ich nicht so wahnsinnig von Keksboden überzeugt, deshalb gab es bei mir Mürbteig.

Für die Käsemasse bei einem Durchmesser von 28 cm brauchst du:

  • 2 TL Zimt
  • 3 Eier, 110 g Zucker
  • 450 Sauerrahm
  • 50 g Gries oder Vanillepuddingpulver
  • ca. 10 feste Zwetschgen

Alles außer den Zwetschgen miteinander verrühren und auf den noch nicht gebackenen Mürbteigboden geben. Die Zwetschgen waschen und abtrocknen, dann halbieren und entsteinen. Auf dem Kuchen gleichmäßig verteilen. Wer besonders saftige Früchte hat, kann noch ein wenig Haferflocken auf dem Kuchen verteilen, die den Saft aufsaugen, sodass der Kuchen nicht durchweicht.
Das habe ich auch vorsichtshalber getan, war aber gar nicht nötig, wie ihr auf dem Bild sehen könnt. Wenn sie Saft aufsaugen, sieht man sie auch nicht mehr, so wie bei mir auf dem Bild leider...
Den Kuchen bei 170°C Umluft ca. 35 Minuten backen. Sollte er schon vor Backzeitende recht dunkel werden, mit Alufolie abdecken.

Gute Nacht und liebe Grüße,
Wiebke

Mittwoch, 4. September 2013

Feigen-Käsetarte

Derzeit bin ich total im Milchprodukte-Wahn: Quark, Frischkäse, Schmand, Creme fraîche, Joghurt, Buttermilch, Butter, Sahne und was es nicht alles gibt. In Bolivien konnte ich nämlich nur Frischkäse und Milch immer kaufen. Joghurt gab es zwar in allen Geschmacksrichtungen, aber der sogenannte "ohne Geschmack", also Naturjoghurt, kam nur sehr selten bis in den hohen Norden, wo ich lebte. Ebenso gab es nur seeehr selten ungesalzene Butter. Wenn es welche gab, habe ich immer gleich zugeschlagen. Die Butter ist dort für mein Empfinden nämlich sehr stark gesalzen. Ich schmecke aus allen süßen Gebäcken dort auch immer etwas Salziges heraus, den Leuten dort geht es natürlich nicht so, denn sie sind ja daran gewöhnt.
Ihr dürft jetzt aber kein falsches Bild von Bolivien bekommen: einige der oben genannten Produkte bekommt man in den großen zentralen Städten schon, nur eben nicht dort, wo ich lebte.
Und deshalb esse ich nun nach diesem "Entzug" besonders gerne Käsekuchen oder Käse-Sahne-Torte.
Für das Kaffeetrinken mit meiner Großmama habe ich also einen Feigen-Käsekuchen gebacken.


Das Rezept für die Käsemasse habe ich aus diesem Rezept übernommen, allerdings habe ich die 1,5fache Menge, sowie normalen Frischkäse statt Ziegenfrischkäse und Gries statt Puddingpulver verwendet.

Für eine Tarte mit 28 cm Durchmesser:

  • ein Blätterteig aus dem Kühl-Regal
  • 3 Eier, Prise Salz
  • 110 g Zucker
  • je 225 g Frischkäse und Quark
  • 60 g Gries
  • 1,5 TL Backpulver, Schale einer Bio-Zitrone
  • 4 große Feigen

Den Blätterteig noch ein wenig auswellen, dann in die Form legen. Überschüssigen Teig wegschneiden und anderweitig verwenden, z.B. Käsestangen.
Die Eier trennen. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Eigelbe mit Zucker schaumig schlagen, dass Frischkäse, Quark, Gries, Backpulver und Zitronenschale hinzufügen. Vorsichtig den Eischnee unterheben. Die Masse auf den Blätterteig geben.
Drei Feigen vierteln und damit 12 Kuchenstücke markieren. Die vierte Feige einschneiden, nicht durchschneiden und in die Mitte der Tarte geben.
Im vorgeheizten Ofen bei 160°C Umluft ca. 50 Minuten backen. Eventuell mit Alufolie abdecken, wenn die Tarte zu dunkel wird. 
Wer nicht so sehr auf Blätterteig steht, kann ihn ja ganz einfach durch Mürbteig ersetzen. Oder auch Ziegenfrischkäse verwenden. Ich stehe da nicht so sehr drauf. Wie geht es euch damit?

Viel Spaß beim Nachbacken,
Wiebke

Montag, 2. September 2013

Himbeer-Mohn Cupcakes

Heute nun endlich gibt es mal wieder ein Rezept mit Bild. Allerdings habe ich dieses Mal einfach nur nachgebacken. Nach so langer Zwangspause, wollte ich nicht gleich wieder mit dem Schwierigsten anfangen. Also habe ich mir ein Rezept aus der noch aktuellen Sweet Dreams rausgesucht: Mohn-Muffins mit Heidelbeer-Frosting auf S.95.
Für das Frosting wird Heidelbeer-Fruchtpulver benötigt, da ich aber nicht erst eines online bestellen und darauf warten wollte, habe ich Himbeerpulver verwendet, welches ich noch da hatte. Dieses bekommt man bei amazon oder auch direkt bei Pati-Versand. Die kann ich euch übrigens nur empfehlen!! Bisher kam immer alles heil an (Pralinen-Hohlkörper...). Außerdem ist ihr Service sehr gut. Innerhalb von weniger als 24h hatte ich mein Paket immer in der Hand, selbst nach Österreich!


Die Cupcakes werden mit Lemon Curd gefüllt. Daher schmecken sie nicht nur fruchtig, sondern auch noch lecker frisch. Allerdings sind sie deshalb auch ein wenig aufwendiger. Wer Mohn nicht mag, kann diesen ja einfach weg lassen. 
Ich habe nur die Hälfte des Rezepts gemacht, das hat trotzdem für 8 Stück gereicht.
Die Angaben, die ich euch notieren werde, sind laut dem Magazin für 12 Stück gedacht, bei mir wären das 16 geworden.

Für den Teig:
  • 250 g Mehl, 1 TL Backpulver, Prise Salz
  • 4 EL geschroteter Mohn
  • 120 g weiche Butter
  • 150 g Zucker, 1 TL Schale einer Bio-Zitrone
  • 2 Eier
  • 200 g Naturjoghurt

Für Füllung und Frosting:
  • 1 Ei, 1 Eigelb
  • 60 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 4 EL Zitronensaft, 1,5 TL Zitronenschale
  • 120 g Puderzucker
  • 75 g Frischkäse
  • 10 g Fruchtpulver
  • 3 EL Mohn

Die trockenen Zutaten vermengen. Butter mit Zucker und Zitronenschale schaumig schlagen. Dann die Eier einzeln dazugeben. Den Joghurt und die Mehlmischung abwechselnd hinzufügen. Den Teig in ein mit Papierförmchen ausgelegtes Muffinblech füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft ca. 20 Minuten backen. Stäbchenprobe!
Für das Curd das Ei, Eigelb, Zucker, 30 g Butter sowie Zitronensaft und -schale verquirlen und erhitzen. Laut Rezept soll man es solange köcheln lassen, bis eine formbare Masse entsteht. Dass Lemon Curd formbar ist, ist mir neu. Ich habe es nach Rezept hergestellt und es blieb relativ flüssig. Mein Lemon Curd Rezept finde ich, um ehrlich zu sein, wesentlich besser und würde daher empfehlen, nicht jenes aus dem Heft nachzumachen.
Die übrige Butter (120 g) mit dem Puderzucker schaumig schlagen. Frischkäse und Fruchtpulver hinzufügen. In einen Spritzbeutel füllen und im Kühlschrank bis zur Verwendung aufbewahren.
Aus den abgekühlten Muffins ein Loch schneiden. die herausgeschnittenen Stückchen aufheben. Jeweils ca. 1 TL Lemon Curd hineintun, die Teigstücke darauf geben als eine Art Deckel. 
Nun das Frosting aufspritzen und mit Mohn bestreuen.

Die Zeitschrift ist ja nun auch schon länger in den Läden. Habt ihr sie und wenn ja, was habt ihr daraus gebacken? Ich muss zugeben, dass ich diesmal nicht so begeistert bin wie sonst. Irgendwie finde ich dieses Heft langweilig. Wie seht ihr das?

Liebe Grüße,
Wiebke

Sonntag, 1. September 2013

Wieder zurück und voller Backdrang!

Es ist tatsächlich schon über vier Monate her, dass ich zuletzt gebloggt habe. Mir kam es zeitweise viel kürzer vor, die Zeit verging wie im Flug. Dass ich so lange  nicht gar nichts gebacken habe, das könnt ihr euch sicherlich denken. In Bolivien hatte ich allerdings nur einen Gasofen, mit dem ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden konnte, sodass er nur  sehr selten angeschmissen wurde und  auch nur für sehr einfaches Gebäck, wie zum Beispiel Hefezopf. Bei dem einfachen Modell gab es nämlich nur Unterhitze und die Temperatur konnte nicht genau bestimmt werden. Außerdem konnte ich natürlich nicht meine vielen verschiedenen Backutensilien mitnehmen.
Als ich mir dann auch noch an einem Abend meinen linken Arm verbrannte, da Gas ausgetreten war, ich es nicht bemerkt hatte und mit einem Feuerzeug zugange war, war es mit den Annäherungsversuchen vorbei. Das könnt ihr euch ja sicherlich vorstellen!
Umso glücklicher bin ich jetzt, wieder voll durchstarten zu können mit dem Backen und aber auch endlich wieder die vielen tollen, wunderbar gestalteten Blogs meiner lieben (vornehmlich weiblichen) Backkolleginnen verfolgen zu können!!! Mir wird wahrscheinlich das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn ich die lecken Sommertorten, -kuchen und -cupcakes sehen werde. Diese tollen Früchte habe ich zwar versäumt, dafür hatte ich so leckere Sachen wie Cajú, Maracujá, Carambola, etc. Leider habe ich die Mango-Zeit verpasst, denn die beginnt erst im November...

Für heute gibt es noch ein paar kulinarische Einblicke und Fotos einiger Früchte.
Ab morgen dann wieder Rezepte und Back-Erfahrungsberichte. Euch allen einen schönen Abend!

Liebe Grüße,
Wiebke


Würstchen aus Lama-Fleisch

Fisch im Ofen gebacken

Ceviche - roher Fisch in Zitronensaft eingelegt.


frittierte Flusskrebse


Geburtstagskuchen - Tres leches - Geschenk einer Freundin

Ich habe leider vergessen, wie diese Frucht heißt.

Kakao-Frucht

Carambola - Sternfrucht

Cajú - die Frucht der berühmten Cashew-Nuss

Ananas